London-Special: Day 1

Wieder zurück in London – und dieses mal nicht allein! Für diesen Artikel habe ich tatkräftige Unterstützung von Jan bekommen, der mit mir Silvester in London verbringt. Er ist nicht nur für die tollen Fotos, sondern auch für alle Artikel verantwortlich, die ich über diese Zeit veröffentliche. Und wir fangen auch schon an mit Tag 1:

Nachdem wir uns beide zwischen 3:30 und 4:15 Uhr aus dem Bett und zum Bahnhof gequält hatten, wurden wir von einem Brasilianer, den wir erst von unseren reservierten Sitzplätzen vertreiben mussten, auf einen gewissen Joan angesprochen, den wir natürlich kennen müssten, weil wir in Stuttgart und Umgebung kommen.

Nach ca. einer Stunde wurde in Frankfurt umgestiegen und ab diesem Zeitpunkt hat sich für uns die Frage aufgedrängt, ob eigentlich noch Züge gebaut würden, in welchen man vorwärts fährt. Von ca. 8 Stunden Fahrt haben wir nämlich 7 rückwärts zurückgelegt. Die Fahrt war insgesamt eine Stunde länger als geplant, da auf den Tickets nicht explizit angegeben war, ob in der Ankunftszeit die Zeitverschiebung bereits berücksichtigt ist..

In London angekommen haben wir nach ein paar Stationen mit der Tube, bei welcher eine für uns passende Linie zum Teil gestrichen war, und einem 20 minütigen Fußmarsch mit allem Gepäck, unser Hostel erreicht.

Im Zimmer angekommen ist uns sofort ein furchtbarer Gestank, in etwa wie in einer Duftbaumfabrik ins Gesicht geschlagen. Das Fenster war, vermutlich um Selbstmord vorzubeugen, durch ein Schloss beschränkt und ließ sich nur ca. 10 cm öffnen. Da es ja wohl nicht so schwer sein kann solch ein billiges Schluss zu knacken, haben wir das versucht… Ende vom Lied war ein stecken gebliebener Draht, den wir nur noch durch verzweifeltes Abbrechen wieder rausbekommen haben. Also haben wir eben nur ein 10 cm Fenster, besser als nichts…

Um dem Raum auch genügend Zeit zum Lüften zu geben, haben wir uns erst mal auf in die Londoner Innenstadt gemacht. Von Bildern vom London Eye und dem Big Ben, bis hin zu einem englischsprachigen Kinofilm (Jack Reaker)  haben wir schon am ersten Tag einiges unserer Pläne abgedeckt. Nur das Musical „der König der Löwen“  mussten wir leider von der Liste streichen,  da es keine erschwinglichen Plätze mehr gab im gesamten Zeitraum.

Im Hostel zurück hatten wir gemerkt, dass entgegen der Ausschreibung bei der Onlinebuchung doch gemischtgeschlechtliche Zimmer möglich sind. Jetzt war natürlich eine charmante Art und Fingerspitzengefühl gefragt. Sollte irgendjemand mal in die selben Situation kommen, stellt bloß nicht als allererste Frage, direkt nach der Vorstellung, ob der Gestank (ihr erinnert euch?) eigentlich schon da war oder von ihnen kommt. Seit diesem Zeitpunkt haben sie nämlich nur noch ziemlich abweisend auf Rettungsversuche jeglicher Art reagiert. Der Harmonie Willen, zum Glück, sind die beiden noch in der folgenden Nacht abgereist. Für den diplomatischen Einsatz werden wir wahrscheinlich diese Woche nicht mehr vorgeschlagen, aber an kann nicht alles haben.

(Ku)

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