London-Special: Day 3

Heute haben wir unser erstes Frühstück im Hostel eingenommen. Croissants mit Marmelade und dazu ein ziemlich dünner und geschmacksneutraler Orangensaft.

Erster Punkt der Tagesordnung war der Guard Change am Buckingham Palace. Die Menschenmassen dort haben nahezu Konzert- oder gar Festivalcharakter. Hinzu kam, dass es Sonntag und das Wetter ausnahmsweise mal gut war. Im Anschluss an das Spektakel hat sich ein ziemlich großer Hunger breit gemacht. Im Pizza Hut angekommen hat sich jeder eine 11 Zoll große Pizza zu dem ohnehin kostenlosen Salatbuffet bestellt. Bereits nach dem ersten Stück haben wir festgestellt, dass die Bestellung eine ziemliche Fehlkalkulation war. Als wir das Lokal verließen hatten wir also noch einen Pizzakarton, gefüllt mit einer ganzen Pizza, dabei. Dazu muss gesagt werden, dass wir zwischenzeitlich nicht mehr ins Hostel zurück fahren konnten und somit die Pizza den ganzen restlichen Tag mit uns herum schleppen mussten.

Im Anschluss stand eine Bootstour vom London Eye nach Greenwich an. Der Tag war sowieso schon so kalt, dass wir auf dem Boot lieber im Innenraum geblieben sind, aber als wir in Greenwich ausgestiegen sind, hat das Zittern kaum noch aufgehört. Hauptattraktion dort ist der Nullmeridian, der dort irgendwo durchlaufen muss! Leider war das nirgendwo angeschrieben und wir sind in eisigem Wind und mit einer Fast-Tiefkühlpizza unter dem Arm durch den Stadtteil geirrt. Als wir dann endlich einen Plan gefunden haben, auf dem unser Ziel aufgeführt war, fiel es uns wie Schuppen von den Augen, dass der Nullmeridian durch einen unübersehbaren, grünen Laserstrahl angedeutet wurde, der fast von überall sichtbar war.
Selbstverständlich hat es uns nicht gereicht, den Laserstrahl einfach nur zu sehen,  darum haben wir uns zu seinem Ursprung aufgemacht. Der Weg führte durch einen stockdunklen Park auf einen steilen, nicht weniger dunklen Berg, auf dessen Spitze ein Observatorium gebaut war, von dem der Laser ausgestrahlt wurde. Dort sind einige Bilder auf der Null-Grad-Linie mit uns und unserem Pizzamaskottchen entstanden.

Zurück haben wir einen der klassischen roten Doppeldeckerbussen genommen, die im Vergleich zur Tube über lange Strecken enorm günstig sind, aber dafür viel langsamer.

Die Moral von der Geschichte: für Pizzabestellungen in England sollte man sich der Umrechnung in das metrische System bewusst sein, die Pizza schmeckt zur Not aber auch kalt ganz gut!

(Ku)

0 0 vote
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments