Canyons, Canyons und nochmal Canyons!

Dominik

Utah, Staat der unbegrenzten Canyonlandschaften und Nationalparks. Gleich 5 Nationalparks gibt es hier. Und alle beinhalten mindestens einen Canyon. 4 davon haben wir besucht. Über den Zion Nationalpark haben wir bereits geschrieben, den Capitol Reef Nationalpark haben wir ausgelassen, weil er etwas ungünstig lag. Bleiben also noch Arches NP, Canyonlands NP und Bryce Canyon NP. Und weil er so günstig liegt, ging es auch nochmal zum Grand Canyon. Dieses Mal aber der North Rim, der touristisch weniger erschlossen ist als der South Rim, den wir bereits besuchten (bei Schnee-Regen, wie ich mich gerade ungerne erinnere).

Das Wetter (und damit auch Jans Stimmung) hat sich dramatisch verbessert. 80 Grad Fahrenheit (26,6° Celsius) hatten wir eigentlich jeden Tag und die 90er Marke (32,2° Celsius) wurde auch schon geknackt. Trotzdem waren wir manchmal noch so hoch, dass hier immer noch Schnee liegt! Und das Ende Mai!

Zu erwähnen ist auch, dass wir die Nationalparks genau zur Zeit des Memorial Days besichtigen. Memorial Day – ein Tag zum Gedenken an die im Krieg gefallenen – lässt sich als verlängertes Wochenende beschreiben, an dem 85% aller Amis an den Strand, an den See, in Gebirge oder eben in Nationalparks fahren. (5% sind so schlau sich den Stress nicht anzutun und bleiben zuhause und die restlichen 10% sind diejenigen, die an besagten Stränden, Seen, Gebirgen und Nationalparks arbeiten müssen…) Dementsprechend waren nicht nur die Preise für Übernachtungen extrem hoch, sondern auch alle Nationalparks ziemlich überlaufen! Am stärksten hat man dies dann auch am North Rim des Grand Canyon bemerkt! Dieser ist normalerweise eher spärlich besucht, da er schwerer zu erreichen ist als der South Rim. Hinzu kommt, dass auf der Haupt-Nord-Süd-Verbindung zwischen Arizona und Utah eine Brücke eingestürzt ist, wodurch sich der Anfahrtsweg nochmal um geschätzte 100 Meilen verlängert. Trotzdem hatten wir an diesem Tag Schwierigkeiten, überhaupt einen Parkplatz an den Haupt-Aussichtspunkten zu bekommen!!

Doch halt! Da auch in Deutschland gerade Pfingstferien sind (ziemlich verregnete Pfingstferien, wie ich so mitbekommen habe) war Englisch keinesfalls die Sprache die man hier so hörte. Stattdessen konnte man an jeder Ecke Sprachfetzen in Deutsch oder auch Österreichisch und Bayrisch aufschnappen. Und die Deutschsprachigen, DIE hört man einfach immer heraus…! So war’s auch kein Wunder mehr, wenn Schilder noch zusätzlich in Spanisch und Deutsch beschriftet waren.

Aber wir trafen auch ein paar waschechte Amerikaner, unter anderem ein älteres Ehepaar aus Colorado, die den Bryce Canyon Nationalpark mit ihren Fahrrädern bezwungen haben (was wir bei dieser Hitze und der Steigung wohl nicht mal mit Hilfsmotor gemeistert hätten) und die uns freudig erzählten, dass sie in Europa Skifahren waren und es dort so toll sei – der Schnee aber trotzdem hier in den USA viel besser wäre…

Zur besseren Übersicht haben wir zu jedem Nationalpark einen eigenen Beitrag erstellt, der keinen Text sondern nur Bildern enthält. Hier die Direkt-Links zu den einzelnen Beiträgen:

 

Arches Nationalpark

Canyonlands Nationalpark

Bryce Canyon Nationalpark

Grand Canyon North Rim

 

Und so sahen die weiß-blauen Sportschuhe nach den 4 Tagen Wandern in Canyons aus:

DSC04729 (Groß)

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