Highway 1

Dominik

Jans Beitrag ist leider verloren gegangen und da er keine Lust hatte, es noch einmal zu schreiben, habe ich das nun gemacht. (und inzwischen war ich auch mit der Wäsche fertig…)

Nach der spontanen Flucht aus Vallejo, der Weck-Aktion des Cops auf dem Pharmazie-Parkplatz und einem mehr als zermürbenden Tag, den wir mit der Suche nach einer kurzfristigen Unterkunft verbrachten, begann endlich unsere Reise auf dem berühmten Highway 1.

Der Highway 1 ist eine Straße, die die meiste Zeit direkt an der West-Küste der USA entlang läuft. Er gilt als einer der schönsten Strecken im Westen der USA. Wir erwarteten also Sonne, Strand und Meer – und das in voller Schönheit. Strand war da, und noch mehr Meer, nur mit der Sonne, das klappte leider nicht so ganz. Die ersten zwei Tage verbrachten wir in Monterey. Die Stadt bot unter anderem die typischen Attraktionen wie etwa ein Aquarium und eine Fisherman’s Wharf. Auf der findet man dann alles was die Touris am liebsten haben: Essen en masse. Hauptsächlich Fisch. Aber zum Glück nicht so viele Krabben wie in San Francisco. Und dazu noch einiges an Süßkram. (das war für mich mal wieder ganz hart….)

Interessanter wurde es ein paar Meilen südlich von Monterey, wo das kleine Städtchen Carmel liegt. Dieses ist bekannt für seinen super Strand und vor allem für den Sonnenuntergang. So hieß es zumindest auf allen Internetseiten, die sich mit dem Highway 1 befassen. Also ging es erst einmal mittags an den Strand – eisig kalter Wind empfang uns und lies uns nicht allzu lange dort verharren. Das wir unser Auto nur 2 Stunden auf dem Parkplatz parken durften kam uns da sehr entgegen!

Während wir uns am Auto aufwärmten wurden wir noch von zwei Chinesen angesprochen, die sich bzgl. Der Parkzeit nicht sicher waren. Nach einigem Plaudern – u.a. über ihre Herkunft: Wir konnten wählen zwischen China, Taiwan und Hongkong. Da wir bei ein paar mutmaßlichen anderen Chinesen aus New York, die dann ursprünglich aus Süd-Korea kamen, schon einmal tief ins Fettnäpfchen getreten sind, haben wir natürlich souverän mit Hongkong geantwortet. – schenkten sie uns dann ihr Tagesticket für den 17-Mile-Drive durchs vermutliche Reichenviertel von Carmel. Außer ein paar teureren Häusern hat man dort aber auch nicht viel gesehen und die $10 wäre die Tour auf jeden Fall nicht wert gewesen.

Abends ging es dann wieder an den Strand um den Sonnenuntergang am Sunset Point zu beobachten. Dieser war dann auch das erste richtige Highlight des Tages. Bilder gibt’s davon auch. 😉

Am darauf folgenden Tag ging es endlich weiter auf dem Highway 1. Wir fuhren teilweise direkt an den Klippen entlang (es war aber nie so gefährlich, wie man uns davor übertriebener Maße gewarnt hatte) und vorbei an Buchten und Stränden. Zwischendurch kamen gleich 3 Baustellen und 2 Brücken aus dem Jahre 1932, die wir aber allesamt noch gut meisterten. Das wirkliche Übel waren dieses eine Mal nicht die vom Menschen geschaffenen Dinge, sondern tierische Produkte! Dieser Teil der Küste ist nämlich ein sehr beliebter Lebensraum für Seeelefanten. Und die Dinger sind nicht nur nicht schön, sondern ihre Fäkalien stinken auch noch richtig scheiße – pardon: übel! Und das so schlimm, dass man es sogar teilweise noch im Auto riechen konnte.

Aber wo wir gerade bei Tieren sind: es gab auch positive Erlebnisse. In Monterey konnten wir einige Robben sehen und auf dem Weg nach Pismo Beach waren wir sehr überrascht, als plötzlich Zebras neben uns auf dem Feld standen! Wer auch immer sich das nun schon wieder für die Touristen hat einfallen lassen…

In Pismo Beach ging’s dann auch mal wieder an den Strand. Dort gab es auch ein Pier, das dieses Mal aber nicht mit Essens-Ständen vollgestopft war. (die standen alle davor an der Straße). Stattdessen wurde hier eifrig geangelt. Und das mit allerlei Ausrüstung, deren Erlaubnis in Deutschland zum Teil fragwürdig wäre.

Neben dem Pier wurde desweilen eifrig auf Wellen gesurft! Wer jetzt auf Bilder von hübschen Surfer-Boys hofft, den muss ich enttäuschen, denn hier trägt man einen Neoprenanzug, wenn es ins Wasser geht. Denn das war unsere zweite Enttäuschung von der West-Küste. Die Wassertemperatur liegt hier im Schnitt bei etwa 11-12 Grad Celsius. Wie man uns erklärte liegt das an den Meeresströmungen, die kaltes Wasser von Alaska in den Süden bringen…. blöde Strömungen!

Wir hoffen im Moment noch, dass es weiter im Süden wenigstens warm genug wird, um trotzdem ins Wasser zu können.

Nun sind wir in der Küstenstadt Lompoc angekommen. Morgen wird dann mal wieder der Strand unter die Lupe genommen. Für euch gibt es nun erst einmal Bilder!

 

Einen Army-Stützpunkt gab es in Monterey auch. Hier die Jungs beim Joggen.

Einen Army-Stützpunkt gab es in Monterey auch. Hier die Jungs beim Joggen.

Robbe bei relaxen...

Robbe beim relaxen…

Fisherman's Wharf.

Fisherman’s Wharf.

Die Verlockung war ziemlich groß.

Die Verlockung war ziemlich groß.

Weiter wollte ich bei den Wassertemperaturen nicht rein.

Weiter wollte ich bei den Wassertemperaturen nicht rein.

Sunset 1

Sunset 1

Sunset 2

Sunset 2

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Sicherheit wird hier groß geschrieben...

Sicherheit wird hier groß geschrieben…

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Seeelefanten bei ihrer Lieblingsbeschäftigung

Seeelefanten bei ihrer Lieblingsbeschäftigung

Safari am Straßenrand

Safari am Straßenrand

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hoch professionelle Ausrüstung!

Hoch professionelle Ausrüstung!

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