San Francisco

Jan Kurzendörfer

Geplant waren 4 Tage San Francisco wovon wir an drei Tagen die Stadt und am übrigen Tag ein National Monument anschauen wollten.

Am ersten Tag sind wir gleich mal mit dem Auto in die Stadt gefahren und mussten auf einer Brücke (nicht die Golden Gate Bridge) 4$ Toll bezahlen, die von einem Asiaten, der zum Lachen auf den Mond fliegt, entgegengenommen wurden.

In San Francisco gibt es einen 49 Meilen Scenic Drive, den man mit seinem Auto abfahren und so, im wahrsten Sinne, die Höhen und Tiefen der Stadt erkunden kann. Die Straßen wurden nämlich rampenförmig gebaut, und am oberen Ende war nahezu immer ein Stoppschild, sodass die Stadt locker den Ruf des weltweit größten Kupplungskillers verliehen bekommen könnte. Leider merkt man beim Fahren ständig, dass man sich gerade in einer Großstadt befindet. Man schleicht von einer Ampel zur nächsten, wobei schleichen vielleicht das falsche Wort ist, denn sobald die Ampel grün wird, geben alle Vollgas und schießen auf die nächste rote Ampel zu.

Dazu kommt, dass der Scenic Drive nach dem in Amerika typischen, nicht eindeutigen Beschilderungssystem markiert war, bei dem nicht immer klar war ob die Straße vor oder nach dem Schild gemeint ist. Darum kommt man sich relativ schnell wie in einer Schnitzeljagd vor und freut sich bei jedem neuen Schild wie bekloppt, den Weg doch wieder gefunden zu haben. Vermutlich würde es auch keinem auffallen, wenn der Drive überhaupt keine geschlossene Rundfahrt wäre sonder nur einzelne Streckenfetzen, denn komplett abfahren kann ihn, zumindest als Tourist ohne Rallyeerfahrung, sowieso keiner.

Nach einigen Stunden und keiner Ahnung wie viel Prozent der Strecke wir eigentlich jetzt hinter uns hatten, haben wir dann aufgegeben und wollten in den Ort Vallejo zurückfahren, in welchem unser Motel war. Dazu zum Abschluss noch über die Golden Gate Bridge, die übrigens von SF nach draußen gebührenfrei ist. Vielleicht auch deshalb war dahinter dann Stau ohne Ende und wir haben für die 50 Meilen gute zwei Stunden und viel Nerven gebraucht.

 Da wir zu der Vermutung kamen, dass die Stadt mit dem Auto nicht das wahre ist, wollten wir es heute mal zu Fuß ausprobieren. Dazu haben wir uns eine „günstige“ Tiefgarage ausgesucht, die laut Touristenberichten 8$/Tag kosten sollten, von der aus wir uns dann zu Fuß in die Stadt begeben wollten. Leider wurde diese Gebühr mittlerweile auf 10$ erhöht und wir mussten eine gute Stunde bis zum Pier 33 laufen, an welchem wir uns eine Tour zum ehemaligen Gefängnis Alkatraz leisten wollten. Dort angekommen, lasen wir auf Schildern, dass die frühestmögliche Tour erst wieder Montag (unser Abreisetag) frei sein würde. Nach ein bisschen hin und her entschlossen wir uns trotzdem dazu und wurden am Schalter erneut enttäuscht, denn Montags war überraschenderweise auch schon gar nichts mehr frei und „man sollte“, laut der von dem Fakt selbst verwunderten Frau am Schalter, „mal die Schilder ändern“… Nach etwas Ärger darüber und der Verwunderung, wie wahrscheinlich es wohl sein kann, dass wir die ersten sind, die nach der Tour am Montag fragen, wenn das doch auf den Schildern steht, haben wir uns dann eben die Bucht zu Fuß noch etwas angesehen (Die Golden Gate Bridge war an diesem Tag wegen den Wolken komplett unsichtbar). Da wir, wie gesagt, schon eine Stunde hergelaufen sind, hat sich die Lauffreude aber in Grenzen gehalten. In der Bucht war es übrigens extrem windig und kalt. Während es im Stadtinneren fast 30°C hatte und man Schal und Jacke mühsam unter den Arm geklemmt, mit sich herumschleppen musste, waren diese hier mehr als notwendig. Bestürzt nahmen wir zur Kenntnis, dass wohl nicht alle so verweichlicht sind wie wir, denn im arschkalten Wasser sind halt noch Leute geschwommen.

Beim Zurücklaufen zum Auto realisierten wir, dass es auch in San Francisco sinnvoll ist sich mit Sonnencreme einzureiben. Dome hat sich den Nacken verbrannt, so dass wir Tag 3 erst mal Pause machen mussten. Beim Zurückfahren nach Vallejo sind wir wieder über die, heute komplett unsichtbare sogar wenn man drauf ist) Golden Gate Bridge gefahren.

 Wieder einmal haben wir realisiert, dass die bekannten Städte eigentlich nur richtig besucht werden können, wenn das Geld locker sitzt, denn wer sein Auto im Stadtinneren parken will, der zahlt mal schnell 3$ pro angefangenen 20 Minuten bzw. 33$/Tag und die Kosten für Führungen und Attraktionen waren auch jenseits von Gut und Böse.

Nicht die Golden gate, aber die erste Brücke über die wir nach SF gelangt sind.

Nicht die Golden gate, aber die erste Brücke über die wir nach SF gelangt sind.

San Francisco - ein Auf und Ab!

San Francisco – ein Auf und Ab!

Die Lobard Street. Kurz vor den Serpentinen.

Die Lobard Street. Kurz vor den Serpentinen.

Und oben geht's dann wieder runter!

Und oben geht’s dann wieder runter!

Nicht die Kamera ist schief, sondern die Straße!

Nicht die Kamera ist schief, sondern die Straße!

Serpentinen von unten.

Serpentinen von unten.

Links die Serpentinen, rechts (halb versteckt) die Golden Gate Bridge!

Links die Serpentinen, rechts (halb versteckt) die Golden Gate Bridge!

Bimmel-Bahn...

Bimmel-Bahn…

Die Brücke in voller Pracht! (außer der Spitze... aber leider das beste Foto, das wir machen konnten.)

Die Brücke in voller Pracht! (außer der Spitze… aber leider das beste Foto, das wir machen konnten.)

Mautstation vor der Brücke

Mautstation vor der Brücke

Parkpreise am Pier 39...

Parkpreise am Pier 39…

Seelöwen am Pier 39!

Seelöwen am Pier 39!

Und die waren ununterbrochen am "Kämpfen" um die kleinen Floßdinger.... und das sehr LAUTSTARK

Und die waren ununterbrochen am „Kämpfen“ um die kleinen Floßdinger…. und das sehr LAUTSTARK

Blick auf die "Schwimmer-Bucht" von unserer Windgeschützten Bank aus.

Blick auf die „Schwimmer-Bucht“ von unserer Windgeschützten Bank aus.

Heimfahrt über die ...

Heimfahrt über die …

... Golden ...

… Golden …

... Gate ...

… Gate …

... Bridge. Das war auch einmal ein Erlebnis!

… Bridge. Das war auch einmal ein Erlebnis!

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